Why the Rupee Is So Weak Despite India’s Fast-Growing Economy Auf Englisch Möglicherweise kostenpflichtig
- Indiens Wirtschaft ist schneller gewachsen als die Chinas, und doch hat die Rupie seit 2018 jedes Jahr an Wert verloren. Nach den Trump-Zöllen im vergangenen Jahr beschleunigte sich der Verfall, und in diesem Jahr trieb der Ölschock durch den Iran-Krieg sie auf eine Reihe von Rekordtiefs.
- Langfristig sind die Ursachen struktureller Art: eine Inflation, die höher liegt als bei den Handelspartnern, eine starke Abhängigkeit von importiertem Öl, Gas, Dünger und Elektronik sowie der Rückzug ausländischer Investoren. Sie haben in diesem Jahr bislang indische Aktien im Wert von mehr als 30 Milliarden US-Dollar verkauft.
- Regierung und RBI haben fast alles eingesetzt, was sie haben:
- Dollarverkäufe, sowohl direkt als auch über Offshore-Terminkontrakte
- steigende Benzinpreise zugelassen und Goldimporte begrenzt
- eine Kampagne im Juni, die rekordhohe 143,6 Milliarden US-Dollar von Auslandsindern einbrachte und die Reserven auf fast 800 Milliarden US-Dollar hob
- im Oktober die erste Zinserhöhung seit drei Jahren sowie Notverkäufe von Dollar an staatliche Ölraffinerien
- Diese Schritte im Oktober bescherten der Rupie den größten Kursgewinn seit sechs Monaten, doch Bloomberg erwartet, dass der langfristige Rückgang anhält. Die RBI will die Rupie zudem nicht zu hart verteidigen: Gouverneur Malhotra nennt eine Abwertung von etwa 3 % pro Jahr „ganz natürlich“.
Warum es wichtig ist
Eine schwache Rupie schlägt direkt auf die Kosten für importierten Treibstoff und die Subventionsausgaben der Regierung durch. Sie schmälert die Renditen ausländischer Investoren, was Indiens Fähigkeit schadet, sein Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren. Die erste Zinserhöhung seit drei Jahren bedeutet knapperes Geld für die Märkte, genau während ausländische Investoren abziehen.
Für das deutsch-indische Geschäft werden in Euro abgerechnete Importe teurer, darunter Verteidigungs- und Satellitenkommunikationsausrüstung. Indische Exporteure gewinnen etwas an Wettbewerbsfähigkeit, und das zu einer Zeit, in der Indien über den US-Markt hinausblickt. Der eigentliche Schlüsselfaktor ist das Öl: Endet der Iran-Krieg, lässt der Druck nach, aber die strukturelle Schwäche bleibt.